Библиографическое описание:

Абдрахманова Т. М. Deutschunterricht an der Technischen Universität oder „Wir möchten Deutsch sprechen!“ // Молодой ученый. — 2016. — №13. — С. 753-755.



В статье рассматриваются методы и приемы обучения немецкому языку в университете. Особое внимание уделяется проектному методу.

Ключевые слова: процесс обучения, коммуникативная компетенция, проект

„Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen neuen Ausblick auf die Welt eröffnet und die Lebensauffassung weitet.“

Frank Harris (1856–1931), amerik. Schriftsteller angloir. Herk.

Der Charakter und die Dynamik der Entwicklung der Lehrsituation stehen in direkter Abhängigkeit zu der gesellschaftlichen Entwicklung und werden durch die Wirtschaft und die Globalisierung beeinflusst. Die Forderungen der modernen Wirtschaft an die Ausbildung der Fachkräfte sind u. a. ein ausreichender Umfang an professionellen Kompetenzen. Zahlenmäßige Charakteristik des Entwicklungsprozesses und der Aneignung der Kompetenzen kann aufgrund der Analyse verschiedener informativer Ströme, die die Grundlage des Ausbildungsprozesses bilden, ausgelegt werden. Die Weiterentwicklung der Methoden für den Kompetenzerwerb lässt Stabilität und Qualität der Bildung erhöhen.

Die Integrierung Kasachstanischer Hochschulen ins weltweite Ausbildungssystem zieht eine Revision des Modells zum Erwerb einer Fremdsprache an einer Hochschule nach sich, um die Studierenden qualitativ auf den internationalen Markt vorzubereiten. Neben dem hohen Professionalismus sind solche Eigenschaften wie Eigeninitiative, Unternehmungsgeist, Rationalität, Dynamik, Flexibilität, gesunder Optimismus, Kontaktfreudigkeit sehr wichtig. Diese Eigenschaften können ohne die Kommunikationskompetenz nicht funktionieren. Die Fähigkeit mit seinen Mitmenschen und Kollegen richtig zu kommunizieren ist eines der wichtigsten Faktoren, um Erfolg im Beruf zu haben.

Das Thema meines Vortrags ist an das Problem der Entwicklung kommunikativer Kompetenz im DaF-Unterricht angelehnt.

Das Ziel meines Vortrages ist es, Ihnen zunächst zu zeigen, wie der Fremdsprachenunterricht an der Universität in Ust-Kamenogorsk aussieht. Dabei werde ich auf die begleitenden Probleme eingehen, aber auch Entwicklungen aufzeigen, die sich vor allem in der Projektarbeit meiner Studierenden bemerkbar machen.

Der Fremdsprachenunterricht mit Studierenden an einer Universität hat seine Besonderheiten. Zu diesen Besonderheiten zählen nicht nur die Vermittlung der von den Studierenden gewählten Fremdsprache, sondern auch die Vermittlung der berufsorientierten Lexika in der Fremdsprache [1]. Diese Aufgabe ist nicht leicht, insbesondere an der Ost-Kasachstanischen Staatlichen Universität in Ust-Kamenogorsk, an der ich tätig bin.

Die Universität gilt als eine der größten und modernsten Universitäten Kasachstans. Sie zeichnet sich u. a. durch vielen wissenschaftlichen Labors und Zentren aus, in dem die Studierenden der Universität ihre wissenschaftlichen Projekte durchführen können. Mit ihren Projekten nehmen die Studierenden an verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben teil.

Neben ihrer Spezialisierung werden die Studierenden im Nebenfach in einer Fremdsprache ausgebildet. An der Universität wählen sie zwischen der deutschen oder englischen Sprache, die sie nur im ersten Studienjahr (zwei Semester) in 3–5 Semesterwochenstunden erlernen. Das Interesse am Erwerb der deutschen Sprache ist an Hochschulen in Kasachstan momentan nicht groß, da Englisch, die als dritte Amtssprache in Kasachstan eingeführt wurde, als wichtiger erachtet wird. Es braucht Überzeugungskraft, um die Studierenden zum Wechsel vom Englischen ins Deutsche zu überreden.

Die Dozenten haben 3–5 Stunden pro Woche, um den Studierenden Deutsch beizubringen und sie außerdem auf eine Computerprüfung am Ende des Semesters, bestehend aus 600 grammatischen Fragen, vorzubereiten, aus der dann die Endnote hervorgeht. Man erfordert vom Deutschlehrer riesige Bemühungen, um die Studierenden Deutsch zu lehren. In diesem Zeitraum gelingt es uns nur teilweise berufsorientierte Fremdsprache zu vermitteln.

Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Republik Kasachstan hat im Jahr 2012 ein Gesetz erlassen, das besagt, dass das Fach „berufsorientierte Fremdsprache“ ab 2013 in das Curriculum aufzunehmen ist. Mit Hilfe des Gesetzes bekommen unsere Studierenden eine Möglichkeit, ihre Fremdsprachenausbildung fortzusetzen und berufsorientiert zu vertiefen.

Nun liegt es an mir, meine Studierenden für den Erwerb der deutschen Sprache zu motivieren. Im Rahmen einer Unterrichtseinheit stelle ich ihnen die verschiedenen Studien- und Stipendienmöglichkeiten in Deutschland vor, zeige ihnen die Aussichten auf eine hochbezahlte Arbeit als Spezialist in Deutschland auf. Wichtig ist auch, den Studierenden Deutschland als ein sehr interessantes und hochentwickeltes Land zu zeigen. Diese Argumente motivieren die Studierenden, so dass mein Hauptziel nach dieser Besprechung heißt: die Studierenden sprechen lehren! Das zweite Ziel ist gewiss, dass die Studierenden die Prüfung gut ablegen.

Im nächsten Schritt lege ich das Verfahren und die Methode fest. Das sollten keine einfache Methode und Verfahren sein, da die Studienzeit zu kurz ist.

Bis jetzt arbeiteten sowohl meine Kollegen als auch ich nach der Grammatik-Übersetzungsmethode, d.h. wir erklärten grammatische Themen und machten verschiedene Übungen dazu. Ich habe mich entschieden, meine Arbeitsmethode zu ändern. Hierzu habe ich verschiedene methodische Literatur gelesen, DaF-Professoren aus Deutschland konsultiert und verschiedene Fortbildungsseminare besucht. Danach habe ich angefangen auch mit der Kommunikationsmethode zu arbeiten.

Mein DaF-Unterricht ist eine gemischte Form verschiedener Methoden, zu der Projektarbeit, Spiele, grammatische Übungen usw. zählen. Das Resultat sieht so aus, dass meine Studierenden schon nach zwei Monaten in kurzen Sätzen sprechen können. Eine große Rolle spielt dabei auch die Lehrwerke „Passwort“ (Klett Verlag), „Menschen“, „Schritte“ und andere, mit denen wir eng arbeiten. Hinzu kommen Textarbeit zu spezifischen Themen aus dem späteren Berufsfeld der Studierenden und die verschiedenen Projekte.

Die Projektarbeit spielt in meinem Unterricht eine große Rolle. Das ist gute Möglichkeit für jeden Studenten sowohl seine individuellen Fähigkeiten als auch seine Teamfähigkeit zu zeigen und so seine Kompetenzen zu erweitern.

Im letzten und diesen Studienjahr haben wir uns mit folgenden Themen und Problemstellungen beschäftigt: Maschinenbau in Kasachstan und Deutschland; deutsche Autos als wesentlicher Faktor der deutschen Wirtschaft; zur Frage über Verfahren des Wörterlernens und der Wörterabspeicherung; Personennamen in der Deutschstunde; fremde Namen im russischen Text; die Hauptstadt Astana; zeitgenössische Architektur; digitale Revolution und vieles mehr.

Die Studierenden arbeiten außerhalb des Unterrichts an diesen Themen, indem sie in der Bibliothek und im Internet recherchieren. Sie bereiten eigenständig Präsentationen vor und stellen die Resultate dann der Gruppe vor.

Jedes Jahr wird an der Universität eine wissenschaftliche Studierendenkonferenz durchgeführt, auf der meine Studierenden Vorträge halten. Die Themen und Problemstellungen wählen die Studierenden selbst, manchmal mit meiner Unterstützung. Dann stellen sie einen Plan auf, sammeln Informationen und Materialien, die sie analysieren und bearbeiten, und bereiten letztendlich ihre Präsentation vor. Auf der Konferenz werden alle Beiträge in deutscher Sprache angehört und von einer Kommission bewertet.

Ein weiteres Projekt-Beispiel ist folgender: wir haben seit kurzem eine Robert-Bosch-Lektorin aus Deutschland an unserer Universität. Sie ist zum ersten Mal in Kasachstan und interessiert sich sehr für das Land und die Menschen. Meine Studierenden haben sich in Gruppenarbeit verschiedenen Projekten gewidmet, u.a. „Die Sitten und Bräuche Kasachstans“, „Die Sehenswürdigkeiten von Ust-Kamenogorsk“ und „Willkommen in Kasachstan!“. Das Ergebnis sind Broschüren, Booklets, Poster-Präsentationen und Power-Point-Präsentationen, die sie der Lektorin vorstellen. Alle Fotos und Beschreibungen werden nicht aus dem Internet geladen, sondern von den Studierenden aus ihrem alltäglichen Leben aufgenommen. Die Lektorin war von dem Ergebnis sehr begeistert.

Mit der Projektarbeit hat sich die Motivation der Studierenden für den Erwerb der deutschen Sprache gesteigert. Sie scheuen keine Mühe und investieren Zeit auch außerhalb des Unterrichts. Ich vertrete die Meinung von Harald, der zu dem Thema „Projektarbeit“ folgendes sagt: „Dieser Form des Lernens liegt ein neues, demokratisches Verständnis von Unterricht und den Rollen von Lernern (Schülern) und Lernberatern (Lehrern) zugrunde, welches im Zusammenhang mit einer grundsätzlich mitbestimmenden, partizipativen Handlungs- und Interessorientierung zugleich der Forderung nach ganzheitlichen Lernerfahrungen Rechnung trägt“ [2].

Weiterhin sagt der Autor: „Jeder, der die Projektmethode anwendet oder anwenden möchte, muss sich allerdings des neuen Verständnisses der Rollen von Schüler (Lerner) und Lehrer (Lernberater) und deren Verhältnis zueinander und zum gemeinsamen Tun ebenso bewusst sein, wie des zu Grunde liegenden Lernverständnisses. Dies bedeutet eine intensive Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Projektmethode und eine umfassende Reflexion der eigenen Arbeit“.

Die Projektarbeit hat sich für mich als eine Herausforderung herausgestellt und meinen Unterricht bereichert.

Die Mannigfaltigkeit der Unterrichtsformen ist eine der Bedingungen, um bei den Studierenden das Interesse für die Fremdsprache zu wecken und beizubehalten.

Für den Wissenschaftler Slesarenko [3] existieren folgende Möglichkeiten das Interesse für einen Gegenstand wachsen zu lassen: die Überwindung der Schwierigkeiten durch den Studenten selbst; der Wettbewerb; die Organisation der praktischen Arbeit in Form von Spielen.

Das „Spielen“ nutze ich im Unterricht in Form von Rollenspielen. Im Rollenspiel werden soziale Situationen simuliert. Es werden Rollen wie die der Mutter, des Polizisten, des Bauers oder Arbeiters dargestellt. Der sozialwissenschaftliche Hintergrund ist die Rollentheorie, nach der jeder Mensch bestimmte Rollen in unterschiedlichen sozialen Situationen spielt, der aber auch ein unverwechselbares Ich hat, das Rollen modifizieren, ablehnen oder beenden kann. Unter didaktischen Gesichtspunkten kann es um die Darstellung bzw. Bewältigung sozialer Situationen gehen (Anpassungsfunktion), es kann aber auch darum gehen, starres und konventionelles Rollenverhalten aufzubrechen, zu verändern, um dann auch soziale Realität verändern zu können (Emanzipationsfunktion). (Vgl. Klippel, 1980) [4].

Jeder Unterricht hat eine Intrige. Es ist leicht, sich zu überzeugen, dass die traditionellen Formen der Arbeit auf solchen Stunden verwandelt werden. Unverbindlich ist es, jede Stunde ins Spiel oder den Wettbewerb umzuwandeln, es ist wichtig, ihm der emotionale Aufstieg, den Geist des Wettkampfs und das Element der Überraschung zu verleihen, die zur Aktivierung bei den Studenten der Einbildung während der Ausführung der notwendigen, häufig einförmigen Übungen beitragen werden. Die Ausbildung aufgrund der Spieltätigkeit und der dialogischen Wechselwirkung vermutet die Veränderungen in der Lage, in der die Unterrichten durchgeführt werden, in den Lehrmaterialien, in den Mitteln der Ausbildung, in der Struktur der Wechselbeziehungen «der Lehrer — der Student.

Literatur:

  1. W. E. Sumina: Konzeptuelle Grundlagen der Erziehungstechnologienausarbeitung mit den Mitteln der Fremdsprache in technischen Hochschulen//www.t21.rgups.ru/archive/doc2008/4/21.doc (09.01.2016)
  2. http://www.harald-podzuweit.de/PDFs/praesentation_projektarbeit.pdf (09.01.2016)
  3. Слесаренко И. В. Формирование поликультурной среды технического вуза на примере иноязычной подготовки студентов Элитного технического образования // Сборник трудов Международной конференции «Инженерное образование и наука в мировом образовательном пространстве, GEER». Томск: ТПУ, 2006. С. 255–260.
  4. Klippel, F./ Klippel, F.: Lernspiele im Englischunterricht. München, Paderborn, Wien, Zuerich, Schoeningh, 1980// https://epub.ub.unimuenchen.de/8645/1/8645.pdf/ (08.01.2016)
  5. Zimnjaja I. I.: Psychologie des Fremdsprachenunterrichts in der Schule. Moskau, 1991. — 222 с.
  6. Elkonin D. B.: Psychologie des Spieles. Moskau, 1999. — 360 S.
  7. Jürgen Qeutz/Gerhardt von der Handt (Hrsg.): Neue Sprache lernen und lehren: Fremdsprachenunterricht in der Weiterbildung. Deutsches Institut fuer Erwachsenenbildung. Bielefeld: Bertelsmann, 2002. 235 S.//http://www.gfl-journal.de/1–2003/rz_weiss.pdf (09.01.2016)
  8. Manfred Bönsch: Beziehungslernen. Pädagogik der Interaktionen. Schneider Verlag Hohengehren GmbH, 2002//www.abebooks.de/9783896765857/.../plp (09.01.2016)
  9. Freche Lieder — liebe Lieder. Herausgegeben von Jürgen Schöntges mit Bildern von Rotraut Susanne Berner. Weinheim und Basel, 2006//www.liederlexikon.de/lieder/.../quellenverzeich... (09.01.2016)
  10. Petra Brandt, Peter Thiesen: Umwelt spielend entdecken. BELTZ Taschenbuch, 1994
  11. Bim I. L. Methodik des Fremdsprachenunterrichts. Moskau, 1977
  12. Michael Aepkers/Sabine Liebig: Entdeckendes Forschendes Genetisches Lernen. Schneider Verlag Hohengehren GmbH, 2002

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