Die Entstehung der deutschen Ortsnamen | Статья в журнале «Молодой ученый»

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Рубрика: Филология, лингвистика

Опубликовано в Молодой учёный №24 (262) июнь 2019 г.

Дата публикации: 14.06.2019

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Библиографическое описание:

Рахимова З. М., Машарипова Г. Х. Die Entstehung der deutschen Ortsnamen // Молодой ученый. — 2019. — №24. — С. 494-496. — URL https://moluch.ru/archive/262/60442/ (дата обращения: 11.12.2019).



Статья рассматривает вопросы происхождения немецких географических названий. Научными исследованиями присвоения имени, названия занимается ономастика, она подразделяется на дисциплины изучающие собственные имена (Namenkunde), историю, происхождение и использование имен, наименований. Основным предметом ономастики является антропономастика, которая занимается личными именами и топономастика, занимающаяся происхождением географических названий. Существуют определенные каноны наименования.

Ключевые слова: географическое значение, наименование местности, свойства, ориентация, произношение, диалект

Täglich gehen wir mit geografischen Begriffen um, Ortsnamen, Länder, Flüsse, Inseln. Aber woher kommen diese Namen und was bedeuten sie? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was sich hinter den Namen verbirgt, woher sie entstanden, was für eine Bedeutung haben, wie sie verbreitet und verändert werden. Ortsnamen helfen uns, uns zu orientieren, das Land in handhabbare Begriffe aufzuteilen. Sie ermöglichen uns eine Vorstellung von der Lage verschiedener Lokalitäten zueinander und sind Etikett für Gebiete, die wir vielleicht noch nie selbst besucht haben, zu denen wir aber dennoch Assoziationen haben.

Mit der wissenschaftlichen Erforschung von Namen beschäftigt sich die Onomastik. Sie unterteilt sich in die Namenkunde, die Geschichte, Gebrauch und Etymologie der Namen klärt, und die theoretische Namenforschung, die sich mit der Frage beschäftigt: Was ist ein Name? Die Hauptbestandteile der Onomastik bilden die Antroponomastik, die sich mit den Personennamen beschäftigt und die Toponomastik, die die Ortsnamen behandelt.

Die Toponomastik, auch Toponymie (von griechisch topos τόπος ‚Ort‘ und onoma ὄνομα ‚Name‘), deutsch Ortsnamenkunde, Ortsnamenforschung; beschäftigt sich als Teilgebiet der allgemeinen Namenforschung und der Sprachgeographie mit allen Toponymen, also Örtlichkeitsnamen, im allgemeinen Sinne auch Ortsnamen. Der Ausdruck Toponym bezeichnet in den Geowissenschaften und der Namenkunde in einem allgemeinen Sinne den Namen eines beliebigen topografischen Objekts. Der deutsche Ausdruck ist insofern missverständlich, als er als Ortsname im Speziellen auch den Namen einer Siedlungsstelle bezeichnet, daher spricht man bei Toponymen auch von Örtlichkeitsnamen.

Die Mehrzahl der Ortsnamen in unseren Breiten hat eine «natürlichere» Herkunft. Die Namen wurden nicht spontan gegeben, sondern sie bildeten sich über einen langen Zeitraum hinweg aus alltäglichem Wortmaterial heraus. Diese Ortsnamen erwuchsen aus der gesprochenen Sprache.

Wir müssen feststellen, wer und was in frühgeschichtlicher Zeit bereits Namen getragen hat. Das waren sicher Menschen und ihre wichtigsten Gebrauchsgegenstände, sowie biologische und geografische Objekte von Bedeutung. Und schon sind wir bei der Ortsnamenkunde. Sie bezieht sich also auf die Namen bewohnter Plätze, also von Städten, Dörfern, Siedlungen und Gehöften.

Wenn eine Siedlergruppe weiter zog, nahm sie ihre Namen mit und eine neue nachrückende Gruppe gab neue Namen. Daher gibt es auch nur wenig vorgeschichtliche Namen die sich erhalten haben. Erst als die Menschen immer zahlreicher wurden und somit auch die Besiedlung immer dichter, entstand die Notwendigkeit sich durch Namen abzugrenzen.

Die Benennung eines Ortes dient wie alle Bezeichnungen der Orientierung des Menschen in seiner Umwelt. Der Entstehung der Ortsnamen lag stets ein Benennungsmotiv zu Grunde, ein Merkmal, das diesem bestimmten Ort anhaftet und das sich auf den ersten Siedler, Gründer (Namen), geografische und oder topografische Gegebenheiten bzw. Besonderheiten (z. B. Gewässer, Fluss, Furth, Berg, Burg, Kirche, Kloster) oder auf mythologische Gründe bezog.

Ortsnamen können verschiedenste Ursprünge haben:

Herrschaftliche Namen: diese Art rührt von ehemaligen Besitztümern von adeligen oder kirchlichen Grundbesitzern her;

Benennung eines Ortes nach den Einwohnern: Sachsenhausen, Windischgarsten. Am Ort siedelte eine größere Anzahl von Personen gleichen Berufsstands oder gleichen Familiennamens, zum Beispiel Fischerstadt;

Bezugnehmend auf Merkmale der (natürlichen) Umgebung — viele Ortsnamen leiten sich von Flurnamen ab, viele haben aber auch einen eigenständig entstandenen Namen: Fischamend („Fischa am Ende“); Nach nahe gelegenen Bergen, Wäldern, Seen etc.: Nürnberg („Felsberg“ zu mundartl. Nörr, Nürn „Fels“), Finsterwalde, Westensee („westlich des Sees“); Nach in der Gegend gehäuft auftretenden Pflanzen oder Tieren, zum Beispiel Eschede („Eschenort“), Exten („bei den Elstern“, zu westfälisch Eekster „Elster“). Auch zusammengesetzte Namen können so entstehen, wie Eichstätt, Moorenweis („Moorwiese“) oder Biberach („Biberwasser“);

Es gibt aber auch die Entstehung aus einer Umwandlung aus einer fremden Sprache der ursprünglichen Bewohner wie beispielsweise Köln aus lat. Colonia (bedeutet Kolonie oder Niederlassung), oder Leobersdorf aus slawisch Ljubac. Die einfache Ableitung als Erweiterung eines ursprünglichen Namens wie Neu-Isenburg oder Kleinochsenfurt. Oft heißen die Tochtersiedlungen auch einfach Neudorf, Neustadt oder Neusiedl, die auch mit einem erklärenden Zusatz versehen werden können wie Wiener Neustadt.

Oft wurden Stellenbeschreibungen zum Ortsnamen.

Stellen Sie sich vor, in einer Zeit, als es noch keine Ortsnamen (in unserem heutigen Verständnis) gab, wurden jemand nach seiner Herkunft gefragt. Die beste Ortsangabe war eine Beschreibung des Areals, z.B. «ich komme aus dem neuen Dorf» oder «ich wohne am hohen Ufer». Der Ortsname Hannover (mundartlich) entstand z. B. so.

Ein anderer beschrieb seine Herkunft mit «ich komme aus dem Steintal». So wurde der Ortsname Stendal herausgeformt (aus altsächsisch sten und dal).

Für derartige Ortsangaben wurde oft eine Präpositionalphrase (im, an, bei, auf...) bemüht. Deswegen finden sich in Ortsnamen sehr häufig erstarrte Dative wieder. Orte heißen Bergen und nicht «Berge» (ich wohne in den Bergen); Tiefenbach und nicht «Tiefebach» (vom tiefen Bach); Blankenburg und nicht «Blankeburg» (von der blanken [hellen] Burg).

Es gibt bestimmte Muster für die Bildung von Städtenamen, Namen auf „-hausen“, „-hofen“ und „-weiler“ stehen alle für die Erforschung der Geschichte und der Besiedlung des Landes ungemein aufschlussreich.

Die„-ingen“-Namen findet man vor allem im Südwesten. Die Namen auf „-ing“ wie Pasing oder Freising findet man in ganz Bayern. Die Namen auf „-leben“ findet man in Sachsen-Anhalt. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein finden wir die Namen auf „-büttel“. Die Namen auf „-scheid“ kommen in Nordrhein-Westfalen vor usw.

Die Silbe „um“ in Ortsnamen hat die Bedeutung: das sind Orte, die früher auf „heim“ endeten wie z. B. Weilheim, Schopfheim, Mülheim usw. „Heim“ bedeutet „Behausung“. Durch die unterschiedliche Aussprache in den einzelnen Dialekten verändert sich die Silbe: „heim“ wird in Bayern zu „ham“, z. B. Parzham. In anderen Dialekten wird es zu „em“.

Esselborn — woher kommt der Name? Namen auf „born“ sind häufig. Ein bekanntes Beispiel ist „Paderborn“. Das ist identisch mit „brunn“ in Süddeutschland. Damit ist aber nicht der Brunnen gemeint, sondern so hieß früher die Quelle.

„Wiesbaden“ heißt also „bei den Bädern auf der Wiese“.

Woher stammt der Name Weimar? Das weiß leider niemand, und es gibt nur Vermutungen. Die Namen auf „mar“ sind nämlich alle ein wenig schwierig. Das trifft auch auf Wismar zu. Die meisten Forscher nehmen an, dass in diesem „mar“ ein altes Wort für „Gewässer“, „See“ oder „Meer“ steckt.

-mar- Ein "-mar-" kann in Ortsnamen am Anfang («Marburg»), am Ende («Weimar») und in der Mitte («Sigmaringen») vorkommen.

Im ersten Fall bedeutet es ahd. «marca», «marcha», mhd. «mark» = "(Dözesen-)Grenze».

Im zweiten Fall bedeutet es die Siedlung des «Sigmars».

Im dritten Fall geht es auf ein «mari», «meri» = «See», «stehendes Gewässer», «sumpfiges Gelände» zurück (und bedeutet zusammen: «heiliger See», «heilige Quelle».

Literatur:

  1. Adolf Bach: Die deutschen Ortsnamen. Heidelberg, 1953/54.
  2. Dieter Berger: Duden. Geographische Namen in Deutschland. Herkunft und Bedeutung der Namen von Ländern, Städten, Bergen und Gewässern. 2. Auflage. Mannheim, 1999.
  3. Friedhelm Debus, Namenskunde und Namensgeschichte, Grundlagen der Germanistik 51, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2012


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