Überblick über die Linguokulturologie | Статья в журнале «Молодой ученый»

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Рубрика: Филология

Опубликовано в Молодой учёный №12 (146) март 2017 г.

Дата публикации: 28.03.2017

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Жуманиязова Д. А. Überblick über die Linguokulturologie // Молодой ученый. — 2017. — №12. — С. 626-628. — URL https://moluch.ru/archive/146/40861/ (дата обращения: 15.12.2018).



Es ist bekannt, dass es in der modernen Sprachwissenschaft in der ganzen Welt neue Teilbereiche entstanden und entstehen. Zu diesen zählt man Soziolinguistik, Textlinguistik, Genderlinguistik, kognitive Linguistik, Linguokulturologie usw. Im vorliegenden Beitrag wird versucht in einen der neuen Bereichen der Linguistik näher einzugehen, ein kurzer Überblick zu geben, was eigentlich Linguokulturologie ist und womit sie sich beschäftigt.

Vor allem sei es aber erwähnt werden, dass die moderne Linguistik anthropozentrisch orientiert ist. Das heißt, der Mensch und das Wechselverhältnis von Sprache und Kultur stehen im Mittelpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen. Der Begriff «Kultur» ist einer der wichtigsten Begriffe, das heißt, dass er ein Schlüsselwort ist.

Das Wort «Kultur» ist mehrdeutig. In Fachkreisen sind über 400 Begriffsbestimmungen dieses Wortes bekannt. Für uns kommt vor allem die Grundbedeutung in Frage. Im Duden Universalwörterbuch heißt es [1]:

  1. Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung:

die menschliche K.;

  1. Gesamtheit der von einer bestimmten Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer bestimmten Epoche geschaffenen, charakteristischen geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen:

die abendländische K.;

  1. Verfeinerung, Kultiviertheit einer menschlichen Betätigung, Äußerung, Hervorbringung:
  2. Kultiviertheit einer Person:
  1. (Landwirtschaft, Gartenbau)

das Kultivieren (1) des Bodens:

  1. (Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft) auf größeren Flächen kultivierte junge Pflanzen:
  2. (Biologie, Medizin.) auf geeigneten Nährböden in besonderen Gefäßen gezüchtete Gesamtheit von Mikroorganismen od. Gewebszellen:

Ursprünglich stammt das Wort aus der lateinischen Sprache. Das Wort ist vom lateinischen Verb «colere» abgeleitet und besitzt zwei Bedeutungen: 1. pflegen, bebauen, bestellen (den Garten bestellen); 2. anbeten.

Mit den Wechselbeziehungen von Sprache und Kultur befasst sich «Linguokulturologie». Unten vergleichen wir drei Definitionen der Linguokulturologie, die sich laut der Untersuchungen der bekannten Wissenschaftler ergeben sind.

  1. Es ist eine komplexe Wissenschaftsdisziplin, die das Wechselwirken (die Interaktion) von Kultur und Sprache in ihrem Funktionieren untersucht und diesen Prozess als ganzheitliche Struktur von Entitäten in der Einheit ihres sprachlichen und außersprachlichen (kulturellen) Gehalts wiederspiegelt [2].
  2. Die Linguokulturologie ist derjenige Bestandteil der Ethnolinguistik, der die Korrespondenz (Entsprechung) von Sprache und Kultur in ihrem synchronen Wechselwirken untersucht und beschreibt [3].
  3. Diese an der Schnittstelle von Linguistik und Kulturwissenschaft entstandene Disziplin, die zur Selbständigkeit tendiert, erforscht die in der Sprache wiederspiegelten und festgehaltenen Kulturphänomene. Sie betrachtet historische und gegenwärtige sprachliche Fakten durch das Prisma der geistigen Kultur [4].

Aus oben genannten Erläuterungen könnte man sagen, dass die Aufgabe der Linguolukturologie nach V. V. Vorobjev besteht darin, dass man versucht, die Interaktion zwischen Kultur und Sprache in ihrem Funktionieren zu untersuchen und diesen Prozess als einheitliche Struktur ihres sprachlichen und außersprachlichen (kulturellen) Gehalts zu wiederspiegeln. V. N. Telija erforscht und beschreibt diese Disziplin den Zusammenhang zwischen der Sprache und Kultur in einem bestimmten Zeitpunkt. Nach der Ansicht von V. A. Maslova erforscht die Linguokulturologie die in der Sprache verankerten historischen und gegenwärtigen Kulturphänomene.

Zusammenfassend sei es gesagt, dass dieser neue Teilbereich der Sprachwissenschaft natürlich eine große Rolle beim Fremdsprachenlernen spielt. Kultur und Sprache hängen sehr eng zusammen. Die sozialen und kulturellen Regeln der Gesellschaft lernen wir vor allem durch Kommunikation. Unsere Art, eine Bitte zu formulieren oder nach dem Weg zu fragen, ist stark von unserer Kultur geprägt. Sprachliche und kulturelle Unterschiede liegen deshalb dicht beieinander. Die Sprache ist nicht nur ein Mittel der Kommunikation, sondern auch ein Mittel der Interpretation der Realität. Die Sprache zeigt nicht nur die moderne Denkweise, sondern auch die Vorstellungen der Vorläufer, die in den Sprichwörtern, Phraseologismen, Metapher, Symbolen und in anderen sprachlichen Mitteln versteckt sind [4, S. 2]. Diese Vorstellungen werden von Generationen zu Generationen, von Epoche zu Epoche durch Überlieferung von Mustern, Vorstellungen, Verhaltensweisen, Denkweise, Werten und Ideen aufbewahrt (Ebd.: S.59). Außerdem kann man die Sprache als eine Form der gesellschaftlichen Erkenntnis sehen. In den sprachlichen Mitteln sine die Kenntnisse und Vorstellungen des Volkes nicht nur lautlich, sondern auch inhaltlich versteckt [5, S. 250]. Die Menschen beherrschen nicht nur sprachliche Mittel für die Kommunikation, sondern auch die gleiche Denkweise aller Mitglieder der Gesellschaft [5, S. 251] im Rahmen der Lingukulturologie nennt man diesen Zusammenhang zwischen der Sprache und der Kultur das Weltbild, und zwar das sprachliche Weltbild. Nach der Meinung von O. A. Kornilov ist das sprachliche Weltbild ein systematisierender Inhalt der Sprache. Jede Sprache erfüllt die Funktion der Befestigung und der Aufbewahrung aller Kenntnisse und aller Vorstellungen einer sprachlichen Gesellschaft über die Welt [6, S. 4].

Literaturverzeichnis:

1. Duden Deutsches Universalwörterbuch. Dudenverlag. Mannheim. Leipzig. Wien. Zürich, 2006.

2. V. V. Vorobjev. Лингвокультурология. — М.: Издательство РУДН, 2006.

3. V. N. Telija. Русская фразеология. Семантический, прагматический и лингвокультурологический аспекты. — М.: Школа «Языки русской культуры», 1996.

4. V. A. Maslova. Лингвокультурология. Учеб.пособие для студентов вузов. М.: Академия, 2001.

5. O. A. Radtschenko. Язык как миросозидание: Лингвофилософская концепция неогубольдтианства. — М.: Едиториал УРСС, 2005.

6. O. A. Kornilov. Языковые картины мира как производные национальных менталитетов. — М.: 2003.



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