Библиографическое описание:

Логинова Е. А., Чубарова Л. А. Die Entwicklung der Fremdsprachlich-Kommunikativen Kompetenz Von Studierenden Aufgrund der Deutschen Sprichwörter // Молодой ученый. — 2015. — №15.2. — С. 85-87.

Annotation: In the article under consideration one can find information related to different aspects of the use of proverbs and sayings at the German language classes. Special attention is devoted to the set of exercises and special tasks on the use of proverbs and sayings for formation of communicative competence of students.

Key words:proverbs, sayings, communicative competence.

 

In der Ausbildung von künftigen Fachkräften spielen der Erwerb und die Entwicklung fremdsprachlich-kommunikativer Kompetenz eine große Rolle, weil durch sie die betreffenden Personen in die Lage versetzt werden, über ihr Fachgebiet interkulturell zu kommunizieren. Der Schwerpunk ist dabei nicht nur die Ausbildung der Lesefertigkeit (Lesetechnik, Sinnerfassung etc.), sondern ebenso die kommunikativ-informativen, kommunikativ-kognitiven,  kommunikativ-sozialen»  [1, с. 152] Fähigkeiten. Wichtig ist dabei, die Auszubildenden in möglichst reale Kommunikationssituationen zu versetzen.

In diesem Zusammenhang ist die Verwendung von Sprichwörtern und sprichwörtlichen Redensarten im Fremdsprachenunterricht sehr aktuell:

-           Sie widerspiegeln die Einheit der menschlichen Werte, die Besonderheiten der nationalen Mentalität.

-           Sie fördern die Entwicklung der logischen Fähigkeiten, solcher wie Analyse und Synthese, sowie des kritischen Denkens.

Sprichwörter sind traditionell-volkstümliche Aussagen, die ein bestimmtes Verhalten, eine Verhaltensfolge oder einen Zustand betreffen und eine Lebenserfahrung widerspiegeln, bzw. erklären. Also: „Ein Sprichwort ist ein allgemein bekannter, fest geprägter Satz, der eine Lebensregel oder Weisheit in prägnanter, kurzer Form ausdrückt.“ (Wolfgang Mieder, Sprach- und Literaturwissenschaftler) [2].

Ein Sprichwort hat die Form einer festen und unveränderlichen Formulierung. Darin unterscheidet es sich von der Redewendung, z.B. Hunger ist der beste Koch. Wer lang hustet, lebt lang.

Mit dem imperativischen Anspruch hat das Sprichwort eine generalisierende Form angenommen. z.B.„Man soll …“, „Man muss …“ oder „Man darf …“ Es drückt in der Regel einen allgemein gültigen Satz aus, der entweder eine

·                     Erfahrung des täglichen Lebens („Neue Besen kehren gut.“; „Morgen, morgen, nur nicht heute sagen alle faulen Leute.“);

·                     ein Urteil oder eine Meinung („Gute Ware lobt sich selbst.“; „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“);

·                     eine Warnung („Verliebe dich oft, verlobe dich selten, heirate nie!“; „Es ist nicht alles Gold, was glänzt.“; „Wer nicht hören will, muss fühlen.“);

·                     eine Vorschrift oder Klugheitsregel („Vorgetan und nachbedacht hat manchem schon groß Leid gebracht.“) enthält.

Viele Sprichwörter sprechen Sozialkritik („Als Adam grub, und Eva spann, wo war denn da der Edelmann?“, Religionskritik („Der beste Patron ist der Tierarzt.“), einfache Haushaltsregeln („Ein gebranntes Kind scheut das Feuer“), oder Vorurteile („Was der Mann mit dem Wagen einfährt, trägt die Frau mit der Schürze hinaus.“) aus.

Der Ausdruck Idiom (von griechisch (idíoma) „Besonderheit, Eigenart) ist mehrdeutig. Er bezeichnet die Spracheigentümlichkeit einer bestimmten Gruppe; eine stehende Redewendung, einen so genannten Phraseologismus [2].

Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten sind ein gut geeignetes sprachliches Übungsmaterial im Unterricht einer jeden Fremdsprache.

Sie können sowohl für die Entwicklung der rezeptiven Fertigkeiten in der mündlichen und schriftlichen Rede, als auch für die Entwicklung der produktiven Fertigkeiten im Gespräch und im Schreiben gebraucht werden. Die Verwendung von Sprichwörtern und Redewendungen (in der Rede) kann erheblich die bildhafte Ausdrucksweise der Sprache verbessern.

Der Einsatz von Sprichwörtern und Redewendungen im DaF-Unterricht kann nicht nur für das Erlernen und den Gebrauch in der Rede, sondern auch für die Lösung vielfältiger sprachlicher Aufgaben verwendet werden. Mit ihrer Hilfe kann man lexikalische und grammatische Fähigkeiten und Fertigkeiten aktivieren. Man kann auch verschiedene Arten des Lesens, Sprechens, Schreibens, Hörverstehens anwenden und dabei kreative Fähigkeiten entwickeln.

In diesem Zusammenhang können sie sowohl für die Entwicklung der rezeptiven Fertigkeiten in der mündlichen und schriftlichen Rede, als auch für die Entwicklung der produktiven Fertigkeiten im Gespräch und im Schreiben gebraucht werden. Die Verwendung von Sprichwörtern und Redewendungen (in der Rede) kann erheblich die bildhafte Ausdrucksweise der Sprache verbessern.

Der Einsatz von Sprichwörtern und Redewendungen im DaF-Unterricht kann nicht nur für das Erlernen und den Gebrauch in der Rede, sondern auch für die Lösung vielfältiger sprachlicher Aufgaben verwendet werden. Mit ihrer Hilfe kann man lexikalische und grammatische Fähigkeiten und Fertigkeiten aktivieren. Man kann auch verschiedene Arten des Lesens, Sprechens, Schreibens, Hörverstehens anwenden und dabei kreative Fähigkeiten entwickeln.

Als Beispiele der Aufgaben, die von uns auf der Grundlage der Empfehlungen von E.N. Solowowa ausgearbeitet wurden, möchten wir folgende anführen [1].

Die Verwendung von Sprichwörtern und Redewendungen ist für die Entwicklung der Aussprache, Intonation, die Präsentation der neuen phonetischen Phänomene, für die Wiederholung und Festigung des phonetischen, grammatischen, lexikalischen Materials effektiv, z.B. für

Beispiel 1. die Festigung der Vokale/ Konsonanten, Doppelvokale, Affrikate:

[a:] - [a] – Man soll nicht zwei Hasen auf einmal jagen. Wer will haben, muss auch graben. Bei Nacht sind alle Katzen grau.

[i:] - [ı] – Wer erzieht, der regiert. Zuerst besinnen, dann beginnen.

[y:] - [y] – Verbotene Früchte schmecken süß. Jeder ist seines Glückes Schmied.

[ts] – Zehn Ziegen ziehen zehn Zentner Zucker zum Zug.

[o:], [ae] – Ohne Fleiss, kein Preis.

[ʃ] – Wer schweigt, stimmt zu. u.a.

Beispiel 2: die Festigung der Form des Sprichworts durch Stabreim, End- oder Binnenreim:

Glück und Glas – wie leicht bricht das. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Geteilte Freude ist doppelte Freude. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.

Beispiel 3: für die Entwicklung der sprachlichen Fertigkeiten durch das Erlernen des neuen Wortschatzes oder die Festigung einer bestimmten Thematik. Hier können folgende Aufgaben hilfreich sein:

1. Bilden Sie den Text der Sprichwörter aus der Liste der unterschiedlichen Wörter. Einige Wörter passen nicht.

Jeder ist/ Schmied/ Nach/ seines Glückes/ ist gut/ Natur /ruhen/ getaner Arbeit….

2. Beenden Sie die Sprichwörter.

1. Aller Anfang ist … .

2.Besser ein Spatz in der Hand als …. .

3. Reden ist Silber, …. .u.a.

3. Nennen Sie die Sprichwörter, in denen es z.B. das Wort “Arbeit”, “fleißig”, etc. gibt.

4. Erraten Sie ein Sprichwort mit Hilfe der Illustration.

Anhand der angeführten Beispiele ist zu beachten, dass die Lernenden bei der Arbeit an dem konkreten Wortschatz auch die anderen Wörter automatisch behalten und beherrschen.

Sprichwörter und Redewendungen fördern auch die Aktivierung und Automatisierung der grammatischen Form und Struktur.

Zum Beispiel bei der Arbeit an den folgenden Themen:

1.                  Die Steigerung der Adjektive:

Heute ist besser als zehn Morgen.

Heute ist besser als zehn Morgen.

Je größerder Baum, je schwerer der Fall.

Verbotene Früchte schmecken am besten.

Die alten Freunde sind die besten.

2. Die Deklination der Adjektive und Adverbien:

Ein alter Freund ist zwei neue wert.

Dumm wie Bohnenstroh.

Ein alter Freund ist zwei neue wert.

Eine schwarze Kuh gibt auch weiße Milch.

Neuer Tag, neuer Sinn.

Geschehenes Ding ist nicht zu ändern.

3.      Die Verwendung von Modalverben - die unbestimmt-persönlichen Sätze mit dem Pronomen „man“:

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

Schönheit kann man nicht essen.

Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist. u.a.

4.      Die Konjugation der Verben im Präsens und in anderen Zeitformen:

Der Appetit kommt beim Essen.

5.      Die Wortfolge in der Satzreihe und im Satzgefüge usw.:

Was über den Zaun fällt, gehört dem Nachbarn.

Folgende Beispiele zeigen die Entwicklung der Fertigkeiten Sprechen und Schreiben.

I. Lesen Sie die Sprichwörter. Verkürzen Sie den Text der Sprichwörter (man kann z.B. Pronomen, Wiederholungen, Adjektive weglassen).

1. Von böser Kuh kommt kein gutes Kalb.

2. Man weiß das am besten zu schätzen, was man nicht mehr wollte.

3. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

II. Lesen Sie die Sprichwörter. Ändern Sie den Text der Sprichwörter: Beginnen Sie den Satz mit einer Bitte (mit einem Verbot), gebrauchen Sie Imperativ-Sätze oder Redewendungen!

1. Man soll das Maul nach der Tasche richten.

2. Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist.

3. Überall bäckt man das Brot im Ofen.

4. Guter Rat kommt über Nacht. u.a.

III. Lesen Sie die Sprichwörter. Ändern Sie den Text der Sprichwörter: Stellen Sie Fragen mit einem Fragewort/ ohne Fragewort, äußern Sie Ihre Meinung positiv/ negativ, bejahen oder verneinen Sie! Erzählen Sie eine Geschichte anhand der Sprichwörter!

1. Den Freund erkennt man in der Not.

2. Wie die Katze, so das Kätzchen.

3. Jeder ist seines Glückes Schmied.

4. Wer zuletzt lacht, lacht am besten.

5. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

IV. Lesen Sie die Sprichwörter! Erweitern Sie den Text der Sprichwörter, gebrauchen Sie dabei die Nebensätze!

1. Ein froher Gast ist niemals eine Last.

2. Eine Stunde Schlaf vor Mitternacht ist besser als zwei danach.

3. Man lernt solange man lebt. u.a.

V. Variante 1: Ordnen Sie die Sprichwörter den Themen «Arbeit», «Zeit», «Freundschaft», «Äußerung», «Erholung», «Familie» zu! Finden Sie in den Sprichwörtern Schlüsselwörter! Finden Sie russische Äquivalente!

Variante 2: Äußern Sie Ihre Zustimmung oder Ablehnung und gebrauchen Sie dabei folgende Redemittel: Beginnen Sie den Satz: Da bin ich ganz der Meinung von...; Ich stimme der Meinung ...; Ich finde auch, dass ...; Ich bin einer anderen Meinung; Da kann ich gar nicht zustimmen...; Es ist doch unmöglich, ... etc.).

Für die Entwicklung der kreativen Fähigkeiten von Studierenden kann man die folgenden Aufgaben vorschlagen:

1. Denken Sie sich eine Werbung aus, gebrauchen Sie dabei ein Sprichwort.

2. Lesen Sie einen Artikel (einen Kommentar) aus einer Zeitung (einer Zeitschrift, dem Internet). Geben Sie den Hauptgedanken des Gelesenen durch ein Sprichwort wieder.

3. Veranschaulichen Sie die Verwendung von Sprichwörtern in irgendeiner Lebenssituation.

Als Beispiele der Aufgaben, die die Fertigkeiten des Hörverstehens und Lesens von Studierenden entwickeln und überprüfen, führen wir folgende an:

1. Lesen Sie die Sprichwörter (1-6) und die Zusammenfassung der Situation (A-F). Bestimmen Sie, welche Sprichwörter (1-6) zu den Situationen (A-F) passen!

Also die Aufgaben sind im Zusammenhang mit der Verwendung der Sprichwörter und sprachlichen Redensarten im DaF-Unterricht (und einer anderen Sprache) multifunktional. Sie tragen zur komplexen Bildung und Entwicklung der sprachlichen, soziokulturellen, linguistischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bei.

Mit Hilfe der Sprichwörter werden die Sprache und die Kultur des Volkes und ebenso Normen, Werte und Verhaltensregeln bereichert.

Der metaphorische Charakter der Sprichwörter ist hervorragend geeignet, sie in verschiedenen Situationen und in Bezug auf die Lösung verschiedener problem-kommunikativer Aufgaben zu verwenden.

 

Quellen:

1.      Соловова Е.Н. Методика обучения иностранным языкам. — М.: Просвещение, 2008. 272 с.

2.      http://de.wikipedia.org/wiki/Idiom

3.      Кожемяко В.С., Подгорная Л.И. Русские пословицы и поговорки и их немецкие аналоги. — СПб.: КАРО, 2006. 192 с.

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