Библиографическое описание:

Куванова Ш. О., Хасанова Ю. М. Linguistische wesentliche merkmale der bildung von neologismen // Молодой ученый. — 2015. — №2. — С. 587-589.

Als Neologismen werden gewoehnlich Neubildungen und Wortschoepfungen bezeichnet. Neologismen sind Lexeme, deren Entstehungszeit behannt ist und die zu eben dieser Zeit von meisten Menschen einer Sprachgemeinschaft aufgenommen, aber noch als neu empfunden werden.

Da es sich um eine sprachwissenschaftliche Kategorie handelt, die auf das gesellschaftliche System Sprache bezogen ist, solche Einmalbildungen, okkasionelle Einheiten nicht zu den Neologismen gezaehlt werden. D.Xuefu betrachtet als Neologismen «nur solche Innovationen, die aus der Sphaere des Individuellen hinaustreten, d.h. von Gruppen oder ganzen Sprachgemeinschaften aufgenommen worden sind». Von den uebrigen Wortschatzeinheiten unterscheidet sich der Neologismus dadurch, dass entweder die Form oder der Inhalt oder auch beides von meisten Angehoerigen einer Kommunikationsgesellschaft ueber eine bestimmte Zeit hinweg als neu empfunden werden.

Entsprechend dieser Auffassung unterscheiden die Autoren der Arbeit «Theoretische und praktische Probleme der Neologismuslexikographie» folgende Gruppen der Neologismen:

Neologisme (Neuwoerter, Neubildungen).

Neuformative (Neupraegungen, Neubezeichnungen).

Neusememe (Neubedeutungen).

Noch weiter fasst D.Xuefu den Begriff des Neologismus: «Nach meiner Gliederung die Woerter, die nach 1945 aus fremden Sprachen neu entlehnt oder mit entlehnten Bestandteilen neu gebildet worden sind», Neuentstehungen» genannt. Weiter klassifiziert er Neologismen aus heimischen Wortmaterial in neue Ableitungen, Abkuerzungen und Kuerzwoerter, Neupraegungen und Neusemantismen.

Thea Schippan beschraenkt den Begriff der Neologismen auf Neubildungen, Neuwoerter aus heimischen und fremden Morphemen und Woertern.

Die Ursachen der Bildung von Neologismen liegt im gesellschaftlichen Bedarf an neuen Benennungen, die als erstbenennungen fuer neue Objekte gebraucht werden, als Zweitbennenungen, die als pragmatisch guenstigere Einheiten gewaehlt werden.

Die Bildung von Neologismen erfolgt nach Wortbildungsmodellen:

-                   Es koennen Synonyme entstehen. Das fuehrt entweder zur Veraenderung des vorhandenen Wortes oder zur Bedeutungsdifferenzierung.

-                   Neologismen entstehen oft reihenweise. Dies kann zu Veraenderungen im Wortbildungssystem fuehren.

Im Duden-Bedeutungswoerterbuch werden folgende reihenbildende Elemente verzeichnet, die dann als Konstituenten von Neologismen auftreten:

-                   Neologismen entstehen mit den Prozessen der Archaisierung. Mit der Bildung neuer Woerter gelangen andere an die Peripherie des Lexikons und veralten schliesslich: Gaststaette, Restaurant schraenken den Gebrauchsbereich ein (nur kleine Gasthaeser auf dem Lande).

-                   Neologismen koennen den Wortschatz mancher onomasiologischer Bereiche stark erweitern. Neue Motivationsmodelle werden genutzt. Dies kann am Beispiel der Farbbenennungen gezeigt werden, obwohl viele der Neubildungen nicht zu Lexikoneinheiten werden, sondern nach einer Saison wieder aus dem Sprachgebrauch verschwinden. Als Modefarben fuer Oberbekleidung werden gebraucht: Erdnuss, Kokos, Meer u. a. Als Komponente der Farbbennenung tritt das Substantiv auf (delphingrau, opalblau, schilfgruen).

1. Neuwoerter:

-                   Acid (engl.Saeure)

Einst ein anderer Name fuer LSD, dann im Zuge der Differenzierung schwarzer Popmusik (Hip Hop) einer von vielen minimalistischen Unterscheidungsbegriffen fuer diverse Stilrichtungen und -weiterentwicklungen, etwa Acid House, Acid Jazz oder Acid Revival.

-                   — Bit (Abk.von engl».binary digit» = «binaere Ziffer»)

Die Grundheit, die elementaren Speichereinheiten in der elektronischen Datenverarbeitung bezeichnet. Mittlerweise schon zweckentfremdet zur Bedeutung kleinste Einheit. Von was auch immer.

2. Neubedeutungen:

-                   Administration

Stand dieses Wortes frueher ausschliesslich fuer staubgraues Verwalten, so haben es unsere Korrespondenten in Washington vermocht, durch die penetrante Bequemlichkeit, mit der sie ueber die «Reagan» — oder «Bush — Administration» berichtet, die amerikanische Bedeutung des Wortes dem recht seltenen deutschen Begriff ueberzustuelpen. Von der «Kennedy — Administration» zu sprechen, waere ihnen seinerzeit noch sehr merkwuerdig erschienen.

-                   Alarm

Kann offenbar nicht mehr nur in der deutschen Bedeutung des italienischen

Lehnwortes fuer «Warnung» verstanden werden, sondern neuerdings auch in der englischen

Teilbedeutung von «wecken» — naehmlich in der Werbung fuer eine Uhr mit Weckruf.

-                   angesagt.

Beliebte neuere, aus der Jugendsprache in die breitere Umgangssprache gedrungene Absichtserklaerung oder Willens bekundung: Heute ist Kino angesagt.

3. Neupraegungen:

-                   Beauty (engl».Schoenheit»)

Die noch schoenere Schoenheit ist die Beauty, ebenso die noch schoenere Frau, die, um das zu werden, einen Beauty-Day in einem Beauty-Salon einlegen kann, wo sie dann mit Beauty-Fluids aller Art traktiert wird.Vorsicht ist allerdigs bei High-tech-Kosmetik geboten, die dauerhafte Schoenheit verheisst, und so wiederholen wir an dieser Stelle gern die Warnung des «Alster- Magazins»(1/95): «Beauty Trend Permanent Make-up: Boom oder Bumerang?» Das kann haesslich werden.

-                   City (engl».city» = «Stadt»)

Schon seit laengerem eingebuergertes Wort fuer das (Geschaefts-)Zentrum einer Grossstand. Ein City-Concept dagegen ist die pure Grosspurigkeit, wenn es, wie in einem Hamburger Fall, eine stadtnahe Wohnanlage bezeichnen, also eigentlich nur die gruene Wiese aufwerten soll. («Szene Hamburg», 3/94).

 

References:

 

1.         А.Iskos, A.Lenkowa.Deutsche Lexikologie. L.,1970. §131–137.

2.         M. D. Stepanowa, I. I. Tschernyschowa. Lexikologie der deutschen Gegenwartsprache.M., 1975, S. 155–161.

3.         Theo Schippan. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Leipzig, 1984.S 120–156.

4.         Raschidowa D., Krauss I. I.,Jurkowa T. A. Lehrmaterial und praktische Uebungen zur deutschen Lexikologie.Taschkent 1989. S. 129–132.

5.         Lewkowskaja K. A. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Moskau, 1968. § 45–46.

6.         Duden. Deutsches Universal Woerterbuch A-Z.Mannheim. Leipzig. Wien. Zuerich, 1989, S.100–356.

7.         Duden. Das Bedeutungswoerterbuch (Wortbildung und Wortschatz), Bd. 10, 1985, S 76–226.

8.         Langenscheidedt. Groeswoerterbuch Deutsch als Fremdsprache. Berlin und Muenchen, 2010, S. 78–260.

Обсуждение

Социальные комментарии Cackle