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Турдиева К. У., Умарова Х. У. Silbentrennung im deutschen und im Usbekischen // Молодой ученый. — 2016. — №12. — С. 1032-1033.



Jeder Sprecher sind, wenn man ihn auffordert, ein Wort in Silben zu zerlegen, indem er langsam spricht, die einzelnen Teile des Wortes in einer Sprache bewusst. Aber auf die Frage, was die Silbe und deren Wesen ist, kann nicht jeder eine befriedigende Antwort geben.

Das Problem der Silbe als fundamentaler Einheit supersegmentaler Verläufe gehört zu den ältesten Streitfragen in der Linguistik. Der Silbenbegriff und die Problematik seiner Definition, ob unter phonetischem oder phonologischem Aspekt vorgenommen, bleiben bisher ungelöst und erwarten ihre Lösung. Zu den Streitpunkten die sich dabei ergeben, sind u. a. folgende zu zählen.

a) die Problematik der Silbendefinition, die das Wesen der Silbeberücksichtigen soll.

b) Die Bestimmung der Silbengrenze.

c) Der phonologische (sprachliche) Status der Silbe.

Da die Silbe eine sehr komplexe Erscheinung ist, hat sich die linguistische Wissenschaft bis heute nicht auf eine allgemein anerkannte Definition einigen könne. Auf Grund der populären Bedeutung des Begriffes «Silbe» setzt man voraus, daß die darunterfallenden Phänomene genügend klassifiziert seien. Man versucht, sie in Hinblick auf substantiellen Eigenschaften wissenschaftlich zu definieren. Die Ursache für die definitorischen Schwierigkeiten und Verschiedenheiten besteht also, wie darauf mit Recht von G.Heike hingewiesen wurde, in der Ungenauigkeit der Fragestellung. Die Silbe stellt einen zu wenig erforschten Begriff dar. Ihre Existenz in der gesprochenen Sprache ist noch kein Beweis dafür, daß sie in der Sprache überhaupt bestehe. Aus diesem Grunde zieht eine Reihe von Wissenschaftlern die Exitenz der Silbe in Zweifel. Deshalb konnte man sich völlig der Meinung von W.Merlingen anschlissen, dass die Silbe «ein höchst bequemer, aber mehrdeutiger und irrefürender Begriffe ist».

«Der Streit um die Silbe ist und immer jung»-betont mit vollem Recht Otto von Essen.

Mit dem Problem der Silbe befasste man sich im Alltertum. So definierte der antike Grammatiker Pristian die Silbe als eine solche Lautverbindung, die sub uno spiritu [durch eine Betonung und einen Atemdruck] gesprochen wird.

Es entstanden in der Geschichte und entstehen gegenwärtig verschiedene Theorien, die die Silbe von unterschiedlichen Standpunkten [akustischen, physiologischen, linguistsichen] zu definieren und zu erklären versuchen. Auf die wichtigsten von ihnen sind:

1. Die uralte Theorie, nach der die Silbe durch das Vorhandensein des silbenbildenden Elements [meistens der Vokale] bestimmt wird.

2. Die Expirationstheorie. Nach dieser Theorie, entspricht eine phonetische Silbe einem Atemdruck. Die Vertreter dieser Theorie gehen bei der Silbenbestimmung von dem physiologischen Merkmal aus.

3. Die Schallfülle — und Schallstärketheorie, die von dem dänischen Linguisten O.Jespersen entwickelt wurde, beruht auf dem Grad der Sonorität [des Klangs] und der Schallstärke.

Bei der Gliederung nach phonetischen Silben darf man die sprachlichen Elemente nicht berücksiсhtigen, sondern die Silben sind so abzugrenzen, wie sie sich beim langsamen Sprechen ergeben, z. B. Vor-le-sungs-ver-zeich-nis. Diese Regel gilt auch für fremde Wörter, Sig-nal, Re-vo-lu-tion usw. Die wichtigsten Regeln [1] der Silbentrennung im Deutschen sind:

1) Die Silbengrenze liegt zwischen langem Vokal und folgendem Konsonanten (Va-ter, sa-gen, fra-gen, o-der) vgl. Usbekisch: бола, о-та, о-на, ки-то-би. Da hat der Vokal mit dem folgenden Konsonanten losen Anschluß. In diesem Falle haben wir offene Silben/ zu ihnen gehören auch relativ-geschlossene Silben, die bei der Veränderung der Wortform geöffnet werden können (fragt-fra-gen, lebt-le-ben, Tag-Ta-ge, rot-ro-te).

2) Die Silbengrenze befindet sich zwischen zwei verschiedenen Konsonanten: sen-den, wen-den, tur-nen. Dabei haben wir den festen Anschluß des kurzen Vokals an nachstehenden Konsonanten. Vgl.usbekisch: то\-лик, бо\-ча кел-тир-моқ.

3) Die Silbengrenze liegt zwischen einem langen Verschlußlaut und Sonoren (Pu-blikum, Synta-gma, Si-gnal [2]).

4) Die Silbengrenze wird von dem Sprachlaut gebildet, der mit dem vorausgehenden Vokal einen festen Anschluß hat, z. B.: Sessel [zsel], Sitte [zite], Wippe [vipe] [3], vgl. Usbekisch: тилла, модда, ялла.

5) Die Silbengrenze kann zwischen zwei Vokalphonemen liegen (The-ater, Mau-re, Bau-er): бе-о-доб.

6) Haben drei Konsonanten intervokalische Umgebung so steht die Slibengrenze in der Regel vor dem letzten (Fens-ter, Hälf-te, horchte). Als Ausnahmen gelten: an-dre, ü-brig, han-dle, nör-gle).

Die morphologischen, phonetischen und orthographhischen Silbentrennungen fallen nicht immer zusammen. Auf die phonetische Silbentrennung können die morphologische und die orthographische Silbentrennung einen bedeutenden Einfluß haben [4].

Anwachsende und abschwächende Formen können auch bei Vokalen der deutschen Sprasche beobachtet werden. So sehen wir ein abschwächendes [ao] und anwachsendes [e] in Bau-er.im einfachen deutschen Wort sind folgende Typen von Silbengrenzen zu unterscheiden:

  1. Die Silbengrenze befindet sich zwischen langem Vokal und folgendem Konsonanten (Fa-den, le-sen, Wei-zen, deu-tsche).der lange Vokal ist dabei mit dem folgenden Konsonanten lose verbunden. Die Intensität des Vokals schwächt zum Ende hin etwas ab. In diesem Falle entstehen im deutschen offene Silben, in denen überhaupt nur lange Vokalphoneme auftreten. Wenn derartige Silben bei Veränderung der Wortform auf einen Konsonanten oder eine Konsonantengruppe enden, nennen wir sie relativ offene Silben, da sie geöffnet werden können (sagst-sa-gen, lebt-le-ben, Fuß-Fü-ße).
  1. Die Silbengrenze befindet sich zwischen zwei verschiedenen Konsonanten (mit Ausnahme einer Konsonantenverbindung von Verschlußlaut und Sonorem): fin-den, Käm-pfe, pan-tschen, gan-ze. In diesen Falle bilden sich geschlossene Silben, in denen in der Regel kurze Vokale stehen, die mit dem folgenden Konsonanten eng verbunden sind (fester Anschluß).
  1. Die Silbengrenze befindet sich zwischen einem langen Vokalphonem und einer Konsonantenverbindung von Verschlußlaut und Sonorem (Pu-blikum, Synta-gma, Si-gnal).Auch in deutschen nicht entlehnten Wörtern tritt diese Silbentrennung auf, wenn ein reduziertes [e] ausfällt (Ne-bel-ne-blig, Wa-gen- Wa-gner, aber: loben-löb-lich).
  1. Die Silbengrenze wird von einen Konsonantenphonem gebildet, das mit dem vorhergehenden kurzen Vokalphonem eng verbunden ist ([vter] Wetter, [‘vcxe] Woche, [katse] Katze, [‘hcplen] Hopfen. Es entstehen dabei geschlossene Silben. Die Silbengrenze kann zwischen zwei Vokalphonemen sein (The-ater, Mau-er). Der feste Einsatz dient dann als grenzsignal nur in betonten Silben.
  1. Haben drei Konsonantenphoneme intervokalische Position, so steht die Silbengrenze in der Regel vor dem letzten (Fens-ter, Hälf-te, stampf-te, pantsch-te, pflanz-te, horch-te). Ausnahmen bilden Fälle, wo zwischen den zwei letzten Konsonanten ein reduzietes [e] ausgefallen ist und diese Konsonanten eine Verbindung von einem Verschlußlaut und einem Sonoren darstellen (an-dre, han-dle, nör-gle).

Literaturangabe:

  1. In Anlehnung an O.Zacher: Deutsche Phonetik, S. 142–143.
  2. Vgl.Kleine Enzyklopädie, 2. Band, in dem die Silbengrenze wie (Signal) angegeben ist S.822.
  3. Nicht alle Phonetiker nehmen diese Ansicht an. Siehe die arbeiten von Th. siebs, W. Vietor, O. N. Nikonowa, O. A. Nork. Die Silbenthennung vor oder nach [s] im Sessel klingt künstlich, deshalb können wir uns dieser Meinung nicht anschließen.
  4. Норк. O.A., Адамова., Н. Ф. Фонетика современного немецкого языка М, 1976, стр. 78–79.

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